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Age Diversity

Age Diversity bei Vision11: Alter spielt keine Rolle. Echt jetzt?

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Was haben Kinderhörspiele mit Age Diversity zu tun? Wie verschlägt es einen alten Zausel in ein junges, buntes Team? Welche Altersstereotypen kann man getrost in die Tonne treten? Wo lauern dennoch Gefahren, wenn Jung und Alt aufeinandertreffen? Was macht Vision11 hier anders? Plus: Fünf Regeln, die ich mir als älterer Kollege selbst aufgestellt habe – und eine Ermutigung.

Diversity: Ein Konzept aus den 1990ern?

Im Personalmanagement taucht der Begriff „Diversity“ wohl erstmals um 1990 auf. Doch die Idee dahinter findet sich schon viel früher – zum Beispiel in Büchern, Hörspielen und Filmen für Kinder.

 

Das Ganze funktionierte ungefähr so: Im Mittelpunkt steht eine kleine Bande. Sagen wir mal: ein Mädchen und drei Jungs. Da gibt es den Kleinen mit der Brille (schlau!), die energische Willensstarke (eigentlich die Chefin), einen Sportlichen (für die Action zuständig) und den leicht Übergewichtigen, in dem man sich aber nicht täuschen darf. Denn durch seinen Freundschafts-Spirit hält er den Laden zusammen. Und gerade weil die vier so unterschiedlich sind, lösen sie die vertracktesten Fälle.

 

Warum mir gerade dieses Beispiel einfällt? Weil ich mit den Fünf Freunden, TKKG und ähnlichen Geschichten aufgewachsen bin. Für Digital Natives: Das war diese Zeit mit ihrem leicht gelbstichigen Polaroid-Look – inklusive Tastentelefonen (in Orange, Grün oder Beige), IBM-Rechnern in der Größe von Einbauküchen und Retro-Synthie-Sounds, die damals natürlich nicht retro waren, sondern die Klänge der Zukunft. Also alles ein bisschen wie in Stranger Things, nur ohne amorphe Tentakelmonster. Dafür mit Pershing-II-Nuklearwaffenträgerraketen, der Mauer, Rex Gildo und Franz Josef Strauß.

Männlich, alt, weiß, divers

Mit anderen Worten: Ich bin heute altersmäßig relativ fortgeschritten. Und einige bezeichnen so was wie mich als „alten weißen Mann“. Spitzenvoraussetzung also, um über Diversity zu schreiben. Denn sind es nicht die alten weißen Männer, die gelebter Vielfalt ständig im Weg stehen, indem sie immer wieder versuchen, die wichtigen Dinge unter sich auszukungeln?

 

Prinzipiell ist da leider immer noch was dran. Doch um eine Sache kamen selbst in Hochzeiten der Testosteron-Monokulturen auch die Männer nicht herum. Stichwort: die “magische 45”. Häufig ist das nämlich die Anzahl an Lebensjahren, ab der man – etwa bei einem Jobwechsel – die Last des eigenen Alters in der Arbeitswelt zu spüren bekommt.

 

Und das gilt wohl für alle. Außer für mich, wie ich lange dachte. Denn bis vor Kurzem hatte ich als Freelancer mein eigenes Büro. Und der einzige, der dort mein Alter zum Thema hätte machen können, wäre ich selbst gewesen. Jetzt aber hat sich die Situation grundlegend geändert: Plötzlich bin ich wieder Teil eines Teams. Und das ist ziemlich gemischt und bunt. Es ist das Team von Vision11.

Vision11 calling

Wie es dazu kam? Rückblende Winter 2019/20. Mein Büro läuft. Aber irgendwie läuft es auch einfach so vor sich hin. Eher zufällig hatte ich damals die Gelegenheit, ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Und bereits während des ersten Termins wurden aus einem bisher vagen Gefühl ganz konkrete Fragen: War’s das jetzt eigentlich? Wird der Rest meines Berufslebens so weiterlaufen? Oder könnte nicht doch nochmal was ganz anderes passieren?

 

Ein paar Wochen später kam Corona – und fegte Themen wie diese einfach mal für über ein Jahr von der Tagesordnung. Bis es vor einem halben Jahr zu diesem einen, folgenreichen Gespräch mit meiner jetzigen Teamleitung kam. Tatsächlich stand das Thema Anstellung erst mal nur als Spaß im Raum. Doch dann wurde der Spaß immer ernsthafter. Und jetzt bin ich hier.

Age Diversity: Achtung Stereotypenalarm!

Klar: Erst mal – und vor allem anderen – ist das ein Grund zur Freude. Denn ich kenne Vision11 schon seit einigen Jahren. Und ich bin echt stolz darauf, nun richtig dazuzugehören. Trotzdem waren da von Anfang an auch diese Fragen: Wie komme ich als Älterer mit den vielen jungen Kolleginnen und Kollegen zurecht? Akzeptieren die mich oder bin ich für die so eine Art Alien? Oder ist das alles Quatsch und mein Alter völlig egal?

 

Gleich vorweg: Ist es natürlich nicht. Denn wenn es um Jung und Alt in Organisationen geht, sind automatisch bestimmte Stereotypen mit an Bord. Auf den Spitzenplätzen: „Ältere sind nicht mehr so leistungsfähig.“ Und: „Jüngeren fehlt der Leistungswille.“ Noch fieser wird es, wenn dazu noch typologisierende Generationenschubladen kommen – etwa „Boomer“ vs. „Generation Schneeflocke“.

 

Dabei müsste die Sache mit der Leistungsfähigkeit (bei Älteren) und dem Leistungswillen (bei Jüngeren) spätestens seit Anfang der Nullerjahre vom Tisch sein. Denn Studien des Finnish Institute of Occupational Health (FIOH) zum sogenannten Work-Ability-Index zeigten: Arbeitsfähige und weniger Arbeitsfähige gibt es gleichmäßig verteilt sowohl in den Gruppen der Jungen, der Mittelalten als auch der Alten. Sprich: Alter allein ist hierfür ganz offensichtlich nicht der Grund. Dieser liegt vielmehr in einem Zusammenspiel aus Gesundheit, Kompetenzen, Motivation und Arbeitsumfeld.

 

Wobei – so viel Ehrlichkeit muss sein – einen leichten, altersbedingten Abwärtstrend stellte das Institut dennoch fest. Trotzdem: Die Mythen des Nicht-mehr-Könnens bei den einen und des Nicht-Wollens bei den anderen sind definitiv widerlegt.

Age Diversity: ein Selbstläufer?

An diesem Beispiel sieht man aber auch: Altersbezogene Vorurteile sind keine Einbahnstraßen. Denn die stereotypen Zuweisungen laufen in beide Richtungen: von Jung zu Alt, aber auch von Alt zu Jung. Wirft man die Generationen also einfach konzeptlos zusammen, kann das möglicherweise schief gehen.

 

Genau darauf weisen Forschende der Uni Konstanz hin: In einer Langzeitstudie untersuchten sie über 800 Teams, in denen einige wegen ihres Geschlechts oder ihres Alters in der Minderheit waren. Im ersten Jahr ging das noch einigermaßen gut. Doch schon ab dem zweiten kam es bei denen, die „nicht reinpassten“, zu deutlich vermehrten Fehlzeiten …

Zum Glück keine Stuhlkreise!

Mit diesen Informationen im Kopf startete ich also in meine ersten Wochen bei Vision11. Was ich aber auch wusste: Das Unternehmen engagiert sich aktiv in Sachen Diversity. Doch wie genau soll so was eigentlich in der Praxis aussehen? Laufen alle in Regenbogen-T-Shirts rum? Gibt es Stuhlkreise? Wird auf Teufel komm raus gegendert? Zum Glück: Nichts von alledem. Verschiedenheit (und ihre Wertschätzung) ist bei Vision11 offensichtlich kein Thema, das auf der Behauptungsebene groß propagiert werden muss.

 

Und trotzdem merkte ich vom ersten Tag an, dass es hier ein wenig anders läuft. Was genau? Das zu beschreiben ist mir jetzt fast ein bisschen peinlich. Denn es geht dabei um – große Worte – Offenheit, Entgegenkommen, Respekt und Wertschätzung. Und das zieht sich tatsächlich spürbar durch sämtliche Ebenen durch.

 

Also okay, kapiert: Mein Geburtsjahr an sich wird hier wahrscheinlich nicht das Problem sein. Doch gibt es vielleicht etwas, das ich gerade aufgrund meines Alters beitragen kann? Und was sollte ich vielleicht besser lassen?

5 Regeln, die ich mir selbst aufgestellt habe

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Älter sein ist kein Berechtigungsschein fürs Rechthaben.

Das war noch nie so. Und in Zeiten sich immer schneller drehender Innovationszyklen interessiert das Wissen der Älteren eh nur noch bedingt. Überhaupt: Wenn man sich gemeinsam auf die Suche nach der bestmöglichen Lösung für etwas begibt, ist Rechthabenwollen ohnehin nicht besonders hilfreich. Und das gilt eigentlich für alle Altersgruppen.

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Älter sein ist durchaus ein Berechtigungsschein für mehr Gelassenheit.

Die Betonung der „Erfahrung“ von Älteren kommt mir irgendwie verdächtig vor. Doch vielleicht spielt sie auf einer übergeordneten Ebene eine Rolle: Wenn man öfter erlebt hat, dass man auch aus extremen Stress- oder Krisensituationen heil wieder rauskommt, kann man anderen in solchen Momenten auch ein wenig Sicherheit vermitteln.

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„Geschichten aus dem Krieg“ sind nicht interessant.

Ganz typisch: Wir Älteren kommen bei aktuellen Herausforderungen gerne mit Beispielen, die wir schon mal erlebt haben (und diese Erlebnisse waren natürlich noch viel, viel drastischer). Liebe Kolleginnen und Kollegen: Ich arbeite ernsthaft daran, euch damit zu verschonen.

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Helfen und helfen lassen.

Ist folgender Eindruck richtig? Jüngere helfen Älteren echt gerne (vorausgesetzt, es interessiert Letztere wirklich und sie stellen sich nicht allzu blöd an). Und Jüngere lassen sich bei bestimmten Dingen auch gerne von Älteren helfen (solange man sich nicht ungefragt einmischt).

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Unterschiede sind manchmal einfach das, was sie sind: Unterschiede.

Kennt jemand diese Art von Eltern, die cooler sein wollen als ihre eigenen Kinder? Ganz schwierig … Trotzdem ist es natürlich völlig okay, generationenübergreifend zusammenzuarbeiten und dabei eine gemeinsame Ebene von Verständnis und Spaß zu finden. Und gleichzeitig ist es auch völlig okay, die Jüngeren in ihren speziellen Sphären einfach in Ruhe zu lassen.

Am Ende ist alles relativ

Trotz allem mal ehrlich: In Sachen Diversity ist Alter nicht das Hauptproblem. Ich trage keinen Namen, der bei Bewerbungen gleich auf dem Nein-Stapel landen könnte. Ich muss Karriere und Kinder nicht unter einen Hut kriegen. Und mein einziges Handicap bin manchmal nur ich selbst.

 

Aber eine etwas andere Perspektive kann ich hier schon einbringen – in dieses bunte Team aus Frauen, Männern, Jungen, Älteren, Leuten mit den unterschiedlichsten Namen, Techies, Marketeers, Kreativen und Organisationsgenies. Und unter den Rahmenbedingungen, die hier gegeben sind, haben wir die besten Voraussetzungen, um es tatsächlich wie TKKG zu machen: Unsere ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenzuwerfen – und gemeinsam wirklich produktiver, innovativer und im Krisenfall auch widerstandsfähiger zu sein.

Endgültig zum Schluss: Eine Ermutigung

… und die geht speziell an die über 40-Jährigen: Lasst Euch vom „jungen“ Image tech-orientierter Unternehmen nicht abschrecken. Schaut genau hin, wie eine Organisation in Sachen Diversity tatsächlich aufgestellt ist – und wie das im Alltag gelebt wird. Und wenn Euer fachliches Profil passt und Ihr open-minded seid: Bewerbt Euch! Es ist nie zu spät für ein neues, spannendes Kapitel im Leben.

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Schwenkmaier Christian

Christian Schwenkmaier

M +49 151 10819027

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