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BI-Toolvergleich #1 – SAP Lumira

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Business Intelligence Tools gehören im Zeitalter der Digitalisierung zu den wichtigsten Softwareanwendungen. Durch die Strukturierung, Analyse und Visualisierung von Daten lassen sich strategische und taktische Geschäftsentscheidung schnell und nachhaltig treffen.

 

Zahlreiche Anbieter buhlen um die Gunst Ihrer Kunden im großen Angebotsfeld der Business Intelligence Tools. Moderne Business Intelligence Tools ermöglichen Self-Service Analysen, die auch Nutzer ohne technischen Hintergrund eigenständig durchführen können. Bei der Entscheidung für das richtige Tool steht daher, neben dem Funktionsumfang und der Investitionskosten, eine benutzerfreundliche und intuitive Bedienbarkeit im Vordergrund. Aber auch die Anbindung an vorhandene Systeme und Datenbanken oder Möglichkeiten zur Individualisierung fallen bei der Investitionsentscheidung ins Gewicht. Um diese Entscheidung zu erleichtern, haben Vision11 Experten die wichtigsten BI-Tools einem Praxistest zu unterziehen. Beginnen wollen wir unseren Vergleich mit einem Tool aus dem Hause SAP.

 

 

SAP Lumira

Als strategisches Self-Service Tool des Software Herstellers aus Walldorf schickt SAP, neben der eigenen Cloud-Lösung SAP Analytics Cloud, die On-Premise Lösung SAP Lumira ins Rennen. SAP Lumira gibt es im aktuellen Release 2.3 sowohl als Self-Service BI-Tool (SAP Lumira Discovery) für die einfache Verwendung für Endanwender und Key User der Fachbereiche als auch als professionelles Visualisierungstool für die komplexe Verwendung durch IT-Experten (SAP Lumira Designer). Zuletzt genannte ist die konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers SAP Business Objects Design Studio.

 

Die Zusammenarbeit von Fachbereich und IT wird durch die SAP Lumira erleichtert und gestärkt. Einfach und schnell erstellte Anwendungen vom Endanwender können beispielsweise direkt auf der BO-Plattform veröffentlicht und Kollegen zur Verfügung gestellt werden. Selbst erstellte Anwendungen können „unkompliziert an die IT“ weitergegeben werden, z.B. als Basis und Ausgangspunkt für komplexe Anwendungen in SAP Lumira Designer Report, was sich in der Praxis als großer Vorteil herauskristallisiert. Durch die gleiche Laufzeitumgebung ist es technisch möglich, beide Lumira-Versionen zu verwenden.

 

Vielfältige Datenanbindung

SAP Lumira Discovery ist das On-Premise Self-Service Tool der SAP zur Datenvisualisierung von Key Usern und Endanwendern der Fachbereiche (nicht IT). Mittels WYSIWYG dient Lumira der schnellen Bereitstellung von businessrelevanten Inhalten im Unternehmen. Die Anwendung kann entweder mit Livedaten der In-Memory-Plattform von SAP HANA bzw. BW/4HANA arbeiten oder als „standalone“ über Upload-Dateien. Zudem ist der Zugriff auf SQL-Datenbanken möglich.

 

Mit Lumira Discovery lassen sich Daten aus einer Vielzahl (über 40) von On-Premise und Cloud-basierten Quellen importieren und in visuelle BI-Analysen mit intuitiven Dashboards umwandeln. Diese Lösung bietet zusätzlich eine Analyse von Online- und Offlinedaten an.

SAP-Lumira-Databases

Quelle: Vision11 GmbH

Mehrwert durch Kombination von Datenquellen

Lumira Discovery ist ein umfangreicher Client für Business-Key-Anwender, die eine flexible Lösung benötigen. Mit Hilfe dieses Tools lassen sich Datenquellen zusammenführen und kombinieren. Nachfolgende Abbildung zeigt, dass Datensets entweder verknüpft oder kombiniert werden können.

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Quelle: Vision11 GmbH

Dank des Summary Buttons kann man sich einen schnellen Überblick über die Daten verschaffen, ohne vorab einen Report bauen zu müssen. Zeitgleich erhält man eine Übersicht, um ein erstes “Gefühl für die Daten” zu entwickeln. Mittels dieser Funktion kann die Datenqualität sehr leicht und schnell überprüft werden (siehe nachfolgende Abbildung).

SAP-Lumira-Summary

Quelle: Vision11 GmbH

Nach dem Laden der Daten stehen diese in einem Datenset in Form von Merkmalen und Kennzahlen auf der linken Seite zur Verfügung. Visualisierungsobjekte werden durch einfaches Drag & Drop in die Darstellung übernommen. Nachfolgende Abbildung zeigt, wie einfach es in der Handhabung ist, z.B. aus einer Kennzahl und einem Merkmal ein Balkendiagramm zu erstellen.

SAP-Lumira-DragAndDrop

Quelle: Vision11 GmbH

Dem Anwender stehen zahlreiche Visualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung, welche die Erstellung und Freigabe beispielsweise moderner, interaktiver Karten oder auch Diagrammen und Infografiken ermöglichen. Somit können Unternehmensdaten schnell und einfach zum Leben erweckt, Informationen und Erkenntnisse gewonnen und verteilt werden. Weitere

Visualisierungsobjekte lassen sich einfach mittels „Diagramm einfügen“ auswählen und in die Story integrieren.

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Quelle: Vision11 GmbH

Die Filterung der Visualisierung erfolgt auf wirklich einfache Art und Weise. Über das Objekt „Steuerelement einfügen“ legt man durch die Auswahl des geeigneten Filterungswerkzeugs den „Steuerungstyp“ fest. Zusätzlich lässt sich die Auswahl auf Einzelwerte oder Mehrfachwerte einstellen. Über dieses Steuerelement sind auch und mehrere Visualisierungen bedienbar.

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Quelle: Vision11 GmbH

Über „im Standard“ bereitgestellte Funktionen ist es möglich, sich weitere Kennzahlen berechnen zu lassen, die ursprünglich nicht im Datenset-Pool vorhanden waren. Somit gewinnt man neue Erkenntnisse (bspw. Kombination von Daten aus SAP und Files). Nachfolgende Abbildung zeigt die zur Verfügung stehenden Numerischen Funktionen.

Quelle: Vision11 GmbH

Stories and Pages

Das Konzept der Stories  und Pages stellt Daten sehr übersichtlich und vielfältig dar. Semantisch zusammenhängende Visualisierungen und Grafiken werden auf einer Seite (Page) sichtbar gemacht. Eine Story kann mehrere Pages mit zahlreichen Grafiken und Diagrammen beinhalten. Somit können bspw. verschiedene Unternehmensbereiche themenspezifisch gruppiert und übersichtlich reportet werden. Nachfolgende Abbildung zeigt eine Page einer Lumira-Story.

SAP-Lumira-Discovery-Visual-Design-Chart

Quelle: Vision11 GmbH

Fazit

SAP Lumira als Self-Service Tool steht seinen Konkurrenten in nichts nach. Kombiniert mit SAP S/4 bzw. BW/4 HANA und seiner In-Memory Datenbank als Datenbasis bieten sich dem Anwender nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Funktionalitäten wie z.B. Predictive, Integrierte Planungsszenarien sowie Python und R Integration mittels SAP PAL (Predictive Analysis Library) sind nur einige Beispiele. Im SAP BW vorhandene Berechtigungen können bei Live-Verbindungen wiederverwendet werden, und tragen somit zu einem sicheren Berechtigungskonzept bei. Über Extensions ist es möglich, viele weitere Visualisierungen und Datenquellen, wie z.B. Salesforce oder SQL-Datenbanken etc. anzubinden.

 

Wie schneiden nun andere Business Intelligence Tools im Vergleich ab? Welche funktionellen Schwerpunkte legen andere BI-Tools Softwareanbieter und welche Unterschiede bestehen? Antworten auf diese Fragen gibt es im  zweiten Teil unserer BI-Toolvergleich Blogreihe.

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