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Erfolgsrezept BI-Tools: Salesforce & Google zahlen Milliardenbeträge

Zwei BI-Tools für knapp 20 Milliarden Dollar – Google kauft das Startup Looker (2,6 Milliarden $) und Salesforce übernimmt das schon länger etablierte BI-Unternehmen Tableau (15,7 Milliarden $).

Daten gewinnen durch die fortlaufende Digitalisierung zunehmend an Wert. Wieviel Potenzial sich hier erahnen lässt, zeigen die zwei aktuellen Übernahmen.
Bedenkt man, dass Salesforce bereits das BI-Tool ‚Einstein‘ in seinem Cloud Angebot integriert hat, werfen diese gigantischen Deals doch einige Fragen auf: Kann sich Salesforce als Marktführer im Kundenmanagement auch in anderen Bereich stärker etablieren und sogar zu Plattformanbietern wie Microsoft aufschließen? Durch die Übernahme eines der führenden BI-Tool-Anbieter könnten den Kunden jedenfalls große Vorteile geboten werden.

Quelle: QLIK

BI-Tools, so wertvoll wie nie

Die zunehmende Masse an Daten richtig auszuwerten und sinnvoll zu visualisieren war bis dato eine echte Herausforderung.
Self-Service BI-Tools vereinfachen dies, indem die Visualisierung und Aufbereitung von Daten in einem intuitiv bedienbaren SaaS (Software as a Service) ermöglicht wird. Per Drag & Drop und durch eine einfach nutzbare Bedienoberflächen lassen sich Zusammenhänge zwischen verschiedenen Daten und Datenquellen schnell erkennen und darstellen.

Mit Tools wie beispielsweise Qlik Sense oder der Tableau Plattform ist es möglich, mit Hilfe von integrierter KI aus riesigen Datenmengen relevante Informationen herauszufiltern und durch einfach verständliche Visualisierungen zu verdeutlichen. So lassen sich Marktanalysen sowie Kunden- oder Konkurrenzdaten in wenigen Sekunden auslesen und bewerten, um entsprechend schnell auf neue Anforderungen oder Entwicklungen reagieren zu können.

Größte Herausforderung bisher: Die Daten aus verschiedenen Datenbanken und unterschiedlichen Quellen zu integrieren. Zahlreiche Schnittstellen, beispielsweise zu einer CRM-Datenbank oder Excel Tabellen, waren notwendig und mussten teils eigens in verschiedenen Codesprachen geschrieben werden.

Salesforce könnte dies mit dem Know-How und einer einfachen Anbindung zu Tableau überflüssig machen und das Reporting so zusätzlich vereinfachen. Dies wäre ein entscheidender Vorteil hinsichtlich benötigter Zeit & Ressourcen. Die einfache Erstellung individueller Reportings ist dann auch für weitere Abteilungen möglich, die ansonsten die Zusammenarbeit von mehreren Bereichen, allen voran der IT-Abteilung, vorausgesetzt hätten. Gerade hier zeichnet sich auch häufig ein starkes Defizit zwischen vorhandenen und benötigten Fähigkeiten ab.

Die systematische Analyse von geschäftsrelevanten Daten durch BI-Tools wird zunehmend sowohl für Global Player als auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant, da individuelle Angebote, basierend auf Unternehmensgröße, bzw. Anzahl der Zugänge für Mitarbeiter erstellt werden können.

Wie genau Looker und Tableau sich in den kommenden Monaten und Jahren in ihrem neuen Zuhause weiterentwickeln, bleibt abzuwarten. So bringt Tableau zahlreiche namenhafte Kunden mit und könnte seine Eigenständigkeit verlieren. Und was Google mit Looker plant? Wir bleiben gespannt!

Über den Autor

Te. +49-151-108 31 302
christoph.scherer@visioneleven.com

 

Christoph liebt Daten: vor allem dann, wenn sie mehr erzählen als nur Zahlen. In der Kampagnenanalyse verbindet er Struktur mit Storytelling und sorgt dafür, dass Daten nicht nur sprechen, sondern auch verstanden werden.

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