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Fazit OOP Konferenz 2020

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„Software meets Business“ – die fünftätige OOP Konferenz wartete dieses Jahr mit 17 spannenden Themen-Tracks auf. In 170 Vorträgen und Workshops wurde von 70 Ausstellern in bis zu 9 parallelen Sessions alles um die Bereiche der Software-Architektur vorgetragen, geteilt und diskutiert. Rund 2.400 Teilnehmer und Gäste haben sich auf der mittlerweile 29. OOP Konferenz im ICM des Münchener Messegeländes zusammengefunden, um sich zu den Trend-Themen der Branche auszutauschen. Mittendrin: Die Experten der Vision11.

Networking am Messestand der Vision11

Besonders relevant waren für uns die Streams zu:

 

  • Software Architektur – eines unserer Kernthemen für die Erstellung individueller Softwarelösungen
  • Testing und Qualitätssicherung hinsichtlich unterschiedlicher Herangehensweisen und Partnerschaften
  • User Experience für die Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz der Nutzer
  • Softskill Themen wie „DevOps – Softwareteams zusammensetzen und führen“ sowie soziale Kompetenzen und Anreize in der Softwareentwicklung.

 

Die Konferenz war geprägt von guten Gesprächen, kollektiver Offenheit sowie einer hohen Bereitschaft für einen konstruktiven Austausch – jeder sollte etwas lernen und mitnehmen können. Auch hinsichtlich des Networkings gab es viele Möglichkeiten, die vorhandenen Partnerschaften um neue Bekanntschaften zu erweitern; ob durch Nearshore-Partner oder auch im direkten Umkreis. Besonders positiv haben wir den Vortrag von Kai Wähner empfunden, weshalb hier noch einmal die gewonnenen Erkenntnisse im Detail dargestellt werden:

Software-Architektur von morgen

 

„Das sich wandelnde Gesicht von ETL: ereignisgesteuerte Architekturen für Dateningenieure“

 

ETL ist meistens von Data-Warehouse-Anwendungen bekannt, bei denen eine große Menge an Daten aus mehreren operationalen Datenbanken extrahiert, in ein neues, einheitliches Datenlayout transformiert und in die Zieldatenbank geladen werden.

 

Da dieser Vorgang meist sehr inperformant ist, in den Daten-Pipelines zu Staus führt und auch sehr schlecht skaliert werden kann, versucht man sich auf eine weitere Basis zu konzentrieren, die Systeme und somit die Software-Architektur bestimmen: Ereignisse.

 

Ereignisse können unterschiedliche Arten von Informationen beinhalten und zusätzlich auch Statusänderungen und Benachrichtigungsfolgen in sich tragen, was sie sowohl für Entwickler als auch für Daten-Analysten interessant und relevant macht.

Quelle: Kai Wähner, The Rise of Event Streaming – Why Apache Kafka® Changes Everything

Mit eventbasierten und datengetriebenen Konzepten und den skalierbaren Effekten sind sie eine leistungsstarke Architektur, von der jeder profitieren kann.

 

Wir haben die Konzepte diskutiert und gesehen, dass wir ihre Relevanz durchaus auf bestehende Projekte übertragen und dadurch noch weitere Effekte erzeugen können.

Ob in der Praxis für Apache Kafka oder eine andere MessageBroker Software wie RabbitMQ, IBM MQ oder Amazons SQS Verwendung findet, ist aus unserer heutigen Erfahrung nicht entscheidend für den Projekterfolg. Vielmehr gilt es zu beachten, dass eine Streaming-Plattform auch in eine analytische Architektur passt und wie die ereignisgesteuerte Architektur eine größere Skalierbarkeit und Flexibilität von Systemen ermöglichen kann.

 

Im Austausch über die Entwurfsentscheidungen wurden sehr viele Parallelen zu unseren Projekten deutlich. Bei der Herangehensweise und dem Umgang mit Herausforderungen, mit denen wir in Berührung kommen, konnten wir interessante – auch mal andere – Lösungsansätze entdecken. Interessant war auch die Vorstellung, wie Projekte angegangen werden: Hier konnten wir einige Impulse für zukünftige Projekte mitnehmen.

DevOps – Development und IT-Operations

Ein weiteres für uns relevantes Thema der Veranstaltung stellten DevOps dar. Sie beschreiben einen Prozessverbesserungs-Ansatz, der vor allem in der Softwareentwicklung Anwendung findet. Mittlerweile wird der Begriff auch als eine Art Philosophieansatz gesehen, der als Kulturausprägung die enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen praktischen Abläufen und Werkzeugen während des Entwicklungsprozesses beschreibt. Das Ziel ist es, Schätzungen genauer und konkreter zu bestimmen. Jedoch benötigt die Methode auch viel mehr Aufmerksamkeit und ist stark von dem konkreten Prozess abhängig: Je chaotischer oder ungewisser, umso eher muss man sich strukturiert Klarheit verschaffen, um dann die konkreten Arbeitspakete abzuarbeiten. Teilweise wird dringend hartes Outscoping benötigt, um Deadlines halten zu können.

Fazit

Die Kohärenz zu unserem Portfolio und die innovativen Einblicke, die wir erhalten haben, bestätigten unsere Ansätze aus der Praxis. Darüber hinaus konnten wir neue Ideen für Optimierungspotenzial mitnehmen. Auch waren die Vorträge praxisorientiert und adressierten konkrete tägliche Herausforderungen in der Entwicklung und Projektleitung, was die Konferenz mit einem äußerst relevanten Grundtenor prägte.

 

 

Die Bilanz unserer Experten: „Die Weiterbildung und Validierung der eingesetzten Techniken, Strukturen und Projektmanagement-Methoden hat gezeigt, dass unser Portfolio zum Zeitgeist passt und wir auf das richtige Pferd gesetzt haben“

 

Insgesamt war die OOP eine äußerst lehrreiche Erfahrung und wir freuen uns auf das nächste Zusammentreffen der Branche in 2021.