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Scrum agile Methode

Methodik #4: SCRUM

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Was hat Agilität mit Rugby zu tun? In der heutigen Zeit eine ganze Menge. Vor allem wenn es darum geht, Kundenprojekte mit Hilfe von Scrum voranzutreiben. Da der Teamgeist ungeahnte Kräfte freisetzt, kann das Arbeiten nach Scrum langfristig positive und nachhaltige Ergebnisse erzielen.

 

Der Begriff „Scrum“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt „Gedränge“ und steht für eine spezielle Rugby-Spielsituation. Hierbei werden die Stürmer für den Folgespielzug aus dem Spiel genommen, um mehr Platz für die Hintermannschaft zu schaffen. Projiziert auf das Projektmanagement führt dies in einem funktionsübergreifenden Team zu besseren Endergebnissen. Durch die Transparenz und den regelmäßigen Austausch sind schnell Fortschritte erkennbar. Scrum fand anfangs seine Anwendung in der Softwareentwicklung und wird mittlerweile in den unterschiedlichsten Branchen angewandt. 65%* der Unternehmen in Deutschland wenden bereits agile Methoden an.

 

Hohe Flexibilität durch adaptives Planen, transparente und kontinuierliche Verbesserung der Prozesse sowie kurze Kommunikationswege gehören zu den größten Vorteilen des agilen Projektmanagements.

 

 

SCRUM: Grundidee und Funktionsweise

Scrum bietet die Möglichkeit, auf iterative und inkrementelle Weise ein komplexes System zu realisieren. Die Ausgangsbasis bildet eine komplexe Produktidee oder das Ziel einer Produktoptimierung. Der Scrum-Prozess beginnt mit der Besetzung der relevanten Rollen – dem Scrum Team.

Scrum agile Methode

Quelle: Vision11 GmbH

SCRUM Team

Der Product Owner:
Der Product Owner vertritt kommissarisch den Kunden des Projektes.
Als Produktverantwortlicher ist er vertraut mit den Anforderungen und Interessen seiner Kunden und kann diese optimal im Projektteam durchsetzen.

 

Der Scrum Master:
Er fungiert als Coach des Projektteams und sorgt für die Einhaltung der Regeln agiler Grundlagen. Zu seinen Aufgaben gehören die Moderation von Meetings, die Beratung und die Beseitigung von Störfaktoren.

 

Das Development Team:
Mit einer Anzahl von drei bis neun Personen organisieren sich die Teammitglieder selbst. Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen und Kompetenzfeldern bilden ein funktionsübergreifendes Team.

 

 

SCRUM Artefakte

Teil der Scrum Methode sind insgesamt drei Artefakte, die Möglichkeiten zur Transparenz, Überprüfung und Anpassung zu schaffen.

 

Product Backlog

Das Product Backlog listet sämtliche Features, Anforderungen, Optimierungen und Korrekturen auf, die in zukünftigen Versionen am Produkt vorgenommen werden sollen. Diese werden vom Product Owner in einer dynamischen Liste zusammengetragen. Anfangs können diese noch grob skizziert sein, im Laufe des Prozesses werden diese dann konkreter. Die wichtigsten Elemente und Funktionen werden priorisiert und in den Sprint Backlog übertragen.

 

Sprint Backlog

Der Sprint Backlog beinhaltet sämtliche Funktionen, die innerhalb einer definierten Zeit abgearbeitet werden können und beinhaltet eine Teilmenge aus dem Product Backlog. Welche Funktionalitäten realistisch umsetzbar, entscheidet das Development Team.

 

Product Increment

Am Ende eines Sprints sollte ein Product Increment vorhanden sein, welches die innerhalb des Sprint Backlogs vereinbarten Funktionalitäten beinhaltet – idealerweise in einer demonstrierbaren Form.

 

 

SCRUM Events

Scrum Sprint

Quelle: Vision11 GmbH

Der Sprint

Das Herzstück bildet der Sprint:  Die Laufzeit des Scrum Prozesses wird in Sprints unterteilt. Diese dauern zwischen zwei und vier Wochen.
Ziel eines jeden Sprints ist es, mit den Anforderungen des Sprint Backlog funktionsfähige Zwischenprodukte (Product-Increments) zu entwickeln.
Die einzelnen Sprints bauen immer aufeinander auf und enthalten Entwicklungen aus vorherigen Sprints. Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen:

 

Sprint Planning

Im Sprint Planning werden Ziele und Aufgaben für den nachfolgenden Sprint definiert. Das Resultat ist das fertige Sprint Backlog. Die Inhalte und Prioritäten des Product-Blacklog fließen hier mit ein. Folgende Fragen werden in Sprints-Zielen formuliert:

 

  • Was wird im nächsten Sprint entwickelt, erstellt oder durchgeführt?
  • Wie werden die entsprechenden Aufgaben und Arbeiten erledigt?

 

Aus diesen Antworten einigt sich das Development-Team auf einen Sprint Backlog. Hieran sollte sichtbar werden, welche Aufgaben zu erledigen sind. Die „Definition of Done“- also die Vorgabe, wann eine bestimmte Funktionalität fertig gestellt wurde, wird formuliert. Jedes Teammitglied übernimmt einzelne Tickets und arbeitet diese eigenverantwortlich während des Sprints ab.

 

Daily Scrum
Jedes Teammitglied gibt täglich einen kurzen Bericht ab. Dieser beschreibt, was bisher erledigt wurde, was noch ansteht und welche Probleme aufgekommen sind. Als Leitfaden für dieses Event dienen drei Einschätzungen:

 

  • „… seit dem letzten Daily habe ich folgendes gemacht …“
  • „… bis zum nächsten Daily muss ich noch folgendes erledigen …“
  • „… ich habe folgende Hindernisse entdeckt:…“

 

Sprint Review
In einem Sprint Review Meeting stellt das Team die Ergebnisse dem Product Owner sowie anderen Interessensgruppen vor. Idealerweise hat das Team zu diesem Zeitpunkt ein Product Increment in der Tasche und kann dies vorführen. Nach Prüfung der „Definition of Done“ wird das Sprint Ergebnis abgenommen und der entsprechende Eintrag im Sprint Backlog abgehakt.

 

Sprint Rectrospective
Zwischen dem Sprint Review und dem nächsten Sprint Planning werden die bisherigen Abläufe, die Kommunikation und die Werkzeuge teamintern auf den Prüfstand gestellt. Die daraus entstehenden Verbesserungsvorschläge fließen in zukünftige Sprints ein. Die ehrliche Beantwortung von Fragen wie „Was lief gut?“, „Was lief schlecht?“ und „Was können wir besser machen?“ kann unangenehm sein, aber verbessert die weitere Zusammenarbeit innerhalb des Teams immens.

 

 

Ausblick

Doch wie sieht die Umsetzung tatsächlich in der Praxis aus? Ist Scrum wirklich ein Allheilmittel? Diese und weitere Fragestellungen werden Thema unseres nächsten Blogbeitrages „agile or not?“. Nicht verpassen!

Nützlicher Link:
https://scrumguides.org/

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