Recent Posts

Kontakt

Rufen Sie uns an
+49 89 4161524-10
Schreiben Sie uns
kontakt@visioneleven.com
Wir beantworten
Ihre Fragen
Frage stellen
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Scrum agile Methode

Scrum Methode: Rugby im Projektmanagement

  |   CX Consulting ,

Was hat Agilität mit Rugby zu tun? In der heutigen Zeit eine ganze Menge. Vor allem wenn es darum geht, Kundenprojekte mit Hilfe von Scrum voranzutreiben. Da der Teamgeist ungeahnte Kräfte freisetzt, kann das Arbeiten nach Scrum langfristig positive und nachhaltige Ergebnisse erzielen.

 

Der Begriff „Scrum“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt „Gedränge“ und steht für eine spezielle Rugby-Spielsituation. Spieler beider Mannschaften stellen sich gegenüber und verkeilen sich. Ziel ist es dann, durch Teamwork und Taktik in den Ballbesitz zu kommen. Projiziert auf das Projektmanagement führt dies in einem funktionsübergreifenden Team zu besseren Endergebnissen. Denn durch die Flexibilität, Dynamik und den regelmäßigen Austausch sind schnell Fortschritte erkennbar. Anfangs fand Scrum seine Anwendung in der Softwareentwicklung. Mittlerweile wird es in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Laut einer Lünendonk-Studie wenden 74 % der befragten Unternehmen dieses Framework an, um agiles Arbeiten intern zu realisieren.

 

Hohe Flexibilität durch adaptives Planen, transparente und kontinuierliche Verbesserung der Prozesse sowie kurze Kommunikationswege gehören zu den größten Vorteilen des agilen Projektmanagements.

Grundidee und Funktionsweise

Scrum bietet die Möglichkeit, auf iterative und inkrementelle Weise ein komplexes System zu realisieren. Die Ausgangsbasis bildet eine komplexe Produktidee oder das Ziel einer Produktoptimierung:

SCRUM statt Wasserfallmodell

Quelle: Vision11 GmbH

Scrum Team

Der Scrum Prozess beginnt mit der Besetzung der relevanten Rollen – dem Scrum Team:

Product Owner

Der Product Owner vertritt kommissarisch den Kunden des Projektes. Als Produktverantwortlicher ist er vertraut mit den Anforderungen und Interessen des Kunden und kann diese somit optimal im Projektteam durchsetzen.

Scrum Master

Der Scrum Master fungiert als Coach des Projektteams und sorgt für die Einhaltung der Regeln agiler Grundlagen. Zu seinen Aufgaben gehören die Moderation von Meetings, die Beratung und die Beseitigung von Störfaktoren.

Development Team

Das Development Team besteht aus drei bis neun Personen und organisiert sich selbst. Da dessen Mitglieder aus verschiedenen Fachbereichen und Kompetenzfeldern stammen, bilden sie ein funktionsübergreifendes Team.

Scrum Artefakte

Teil der Scrum Methode sind insgesamt drei Artefakte, die Möglichkeiten zur Transparenz, Überprüfung und Anpassung schaffen:

Product Backlog

Das Product Backlog listet sämtliche Features, Anforderungen, Optimierungen und Korrekturen auf, die man künftig am Produkt noch vornehmen möchte. Verantwortlich für das Product Backlog ist der Product Owner, der alles in einer dynamischen Liste zusammenträgt. Anfangs kann dieser die Funktionalitäten noch grob skizzieren. Im Laufe des Prozesses lassen sie sich dann zunehmend konkretisieren. Außerdem werden im Product Backlog die wichtigsten Elemente und Funktionen priorisiert und in den Sprint Backlog übertragen.

Sprint Backlog

Der Sprint Backlog beinhaltet alle Product Backlog Items, die man im kommenden Sprint erledigen möchte. Welche Funktionalitäten realistisch umsetzbar sind, entscheidet das Development Team.

Product Increment

Am Ende eines Sprints sollte ein Product Increment vorhanden sein, d.h. ein potenziell auslieferbares Produkt. Dieses umfasst alle Items, die das Entwicklerteam im Rahmen des vergangenen Sprints umgesetzt hat – idealerweise in einer demonstrierbaren Form.

Scrum Events

Das Herzstück von Scrum bildet der Sprint: Die Laufzeit des Scrum Prozesses unterteilt man in Sprints. Diese dauern zwischen zwei und vier Wochen. Ziel eines jeden Sprints ist es, mit den Anforderungen des Sprint Backlogs funktionsfähige Zwischenprodukte (Product Increments) zu entwickeln.

 

Die einzelnen Sprints bauen immer aufeinander auf und enthalten Entwicklungen aus vorherigen Sprints. Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen:

Scrum Events

Quelle: Vision11 GmbH

1-Icon

Sprint Planning

 

Im Sprint Planning erfolgt die Definition von Zielen und Aufgaben für den nachfolgenden Sprint. Das Resultat ist das fertige Sprint Backlog. Hier fließen die Inhalte und Prioritäten des Product Blacklogs mit ein. Folgende Fragen lassen sich in Sprint-Zielen formulieren:

 

  • Was möchte man im nächsten Sprint entwickeln, erstellen oder durchführen?
  • Wie erledigt man die entsprechenden Aufgaben und Arbeiten?

 

Aus diesen Antworten einigt sich das Development Team auf einen Sprint Backlog. Hierdurch sollte klar sein, welche Aufgaben zu erledigen sind. Man definiert die „Definition of Done“ – also die Vorgabe, wann man eine bestimmte Funktionalität fertig gestellt hat. Jedes Teammitglied übernimmt einzelne Tickets und arbeitet diese eigenverantwortlich während des Sprints ab.

2-Icon

Daily Scrum

 

Jedes Teammitglied gibt täglich einen kurzen Bericht ab. Dieser beschreibt, was man bisher erledigen konnte, was noch ansteht und welche Probleme aufgekommen sind. Als Leitfaden für dieses Event dienen drei Einschätzungen:

 

„Seit dem letzten Daily habe ich Folgendes gemacht …“

„Bis zum nächsten Daily muss ich noch Folgendes erledigen …“

„Ich habe folgende Hindernisse entdeckt: …“

3-Icon

Sprint Review

 

In einem Sprint Review Meeting stellt das Team die Ergebnisse dem Product Owner sowie anderen Interessensgruppen vor. Idealerweise hat das Team zu diesem Zeitpunkt ein Product Increment in der Tasche und kann dies vorführen. Nach Prüfung der „Definition of Done“ lässt sich das Sprint Ergebnis abnehmen und der entsprechende Eintrag im Sprint Backlog abhaken.

4-Icon

Sprint Retrospective

 

Zwischen dem Sprint Review und dem nächsten Sprint Planning stellt das Team die bisherigen Abläufe, die Kommunikation und die Werkzeuge intern auf den Prüfstand. Die daraus entstehenden Verbesserungsvorschläge fließen in zukünftige Sprints ein. Zwar kann die ehrliche Beantwortung von Fragen wie „Was lief gut?“, „Was lief schlecht?“ und „Was können wir besser machen?“ unangenehm sein. Aber sie verbessert die weitere Zusammenarbeit innerhalb des Teams immens.

So viel zur Theorie. Doch wie sieht die Umsetzung tatsächlich in der Praxis aus? Ist Scrum wirklich ein Allheilmittel? Diese und weitere Fragestellungen behandelt unser Blogbeitrag „agile or not?“.

Sie wollen noch mehr über Scrum erfahren?

Gerne rufe ich Sie für ein weiterführendes Gespräch zurück:

Maria Nguyen

Maria Nguyen

M +49 151 10839238

Was hat Agilität mit Rugby zu tun? In der heutigen Zeit eine ganze Menge. Vor allem wenn es darum geht, Kundenprojekte mit Hilfe von Scrum voranzutreiben. Da der Teamgeist ungeahnte Kräfte freisetzt, kann das Arbeiten nach Scrum langfristig positive und nachhaltige Ergebnisse erzielen.